Malta – Eine Sprachreise

Unsere Sprachwoche in der Schule fand damals auf Malta statt. Nun, 20 Jahre später, hat es mich wieder auf Malta verschlagen…

Warum wieder Malta?

Ich war auf der Suche nach einer zweiwöchigen Sprachreise um mein Englisch aufzubessern. Dabei hatte ich folgende Ansprüche:

  • Es sollte ein 30+ Kurs sein dh nur Teilnehmer die mindestens 30 Jahre alt sind
  • Es sollte am Meer liegen. Wenn ich schon 2 Wochen meiner 5 Wochen Jahresurlaub für eine Sprachreise verwende, möchte ich auch etwas Urlaubsfeeling bekommen.
  • Es sollte nicht zu teuer sein

Durch Punkt 3 fielen entferntere Destinationen wie Amerika, Australien und Neuseeland schon mal weg. Nach etwas Internet-Recherche bin ich dann auf die Internet Seite von Edu-Seasons (http://www.edu-seasons.com/) gestoßen, die 30+ Sprachreisen anbieten. Schlussendlich standen zwei Destinationen in der engeren Auswahl: England oder Malta. Nachdem England nicht gerade für sein schönes Wetter bekannt ist und ich ja auf jeden Fall auch etwas Urlaubsfeeling bekommen wollte, entschied ich mich für Malta.

Die Buchung habe ich über Edu-Seasons abgewickelt. Generell gibt es die Möglichkeit den Sprachkurs inklusive Unterbringung (Gastfamilie oder Residenz) oder auch solo zu buchen. Ich wählte die Unterbringung in einem Einzelzimmer der Residenz, welche direkt neben dem Schulgebäude liegt. Die Schule und die Residenz befinden sich in St. Julian’s, nur 15 Minuten Fußweg von der Spinola Bucht entfernt.

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Der Unterricht

Nach einem schriftlichen Einstufungstest am ersten Tag wurde ich der Upper Intermediate Class zugewiesen. Meine Überraschung war groß als ich in die Klasse kam und abgesehen von 2 Frauen, die in meinem Alter waren, nur Studenten vorfand, die 18 Jahre oder teilweise sogar erst 17 Jahre alt waren. Ich hatte ja explizit einen 30+ Kurs gebucht und hatte angenommen, dass alle Teilnehmer zumindest 30 Jahre alt sind. Als ich den Direktor der Schule daraufhin angesprochen hatte, sagte dieser mir, dass sie einen Kurs speziell für Teilnehmer über 30 Jahre gar nicht anbieten. Jedoch sei bei Ihnen der Altersdurchschnitt in der Regel höher als bei anderen Schulen auf Malta.

Auch wenn die Schulklasse und auch die Lehrerin total nett waren, war ich anfangs doch etwas irritiert. Vor allem als dann die 2 Teilnehmer in meinem Alter heimfuhren, saß ich eines Tages dann nur noch mit 17-18 jährigen Studenten zusammen. Aber schon am nächsten Tag kamen 2 Italienerinnen meines Alters und ich war wieder beruhigt. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen junge Menschen, aber die erste Woche hat schon gezeigt, dass ein 17 jähriger, der die Reise eventuell von seinen Eltern gesponsert bekommt, doch eine andere Motivation hat als ein 38 jähriger, der 2 Wochen seines Jahresurlaubs opfert und zusätzlich die Kosten selbst trägt.

malta-klassenzimmerSchlussendlich hat es in der Klasse insgesamt gesehen ganz gut gepasst. Wir waren eine Gruppe von durchschnittlich 10 Personen, wobei, wie gesagt, 3 etwa in meinem Alter waren und der Rest zwischen 17 und 18 Jahren. Laut Schulleitung ist der Altersdurchschnitt in den Klassen mit niedrigeren Englischkenntnissen höher.

Rita, unsere Englischlehrerin, war sehr bemüht den Unterricht abwechslungsreich und interessant zu gestalten, sodass der Unterricht wirklich Spaß gemacht hat.

 

Freizeitaktivitäten

Da ich den Hauptkurs (20 Stunden/Woche) gewählt habe, fand mein Unterricht am Vormittag statt, sodass ich die Nachmittage frei hatte. Die Schule bietet jedoch für die Nachmittage verschiedene Ausflüge an (http://english-malta.com/). Ich habe an den nachfolgenden Ausflügen teilgenommen:

Marsaxlokk – Pretty Bay – Blaue Grotte – Hagar Quim

Jeden Sonntag findet ein großer Markt in Marsaxlokk, einem kleinen Fischerdorf, statt. Hier bekommt man neben Obst, Gemüse und Fisch auch maltesischen Honig, Wein, Marmelade sowie Kleidung und Souvenirs. Anschließend ging es weiter zum Pretty Bay, einen der wenigen Sandstrände in Malta. Obwohl der Strand direkt gegenüber Maltas Haupthafen liegt, ist das Wasser sehr sauber. Danach fuhren wir zur Blauen Grotte, die wir jedoch auf Grund des unruhigen Wellengangs nicht mit dem Boot besichtigen konnten. Unsere letzte Station war Hagar Qim, eine Tempelanlage um etwa 3600 vor Christi gebaut wurde. Zum Schutz der Tempelanlage wurde 2009 eine Zeltkuppel über die Anlage gebaut.

Kosten: 14 Euro

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Valletta bei Nacht

Bei Sonnenuntergang geht der Sparziergang durch Valletta los. Im Unterschied zum geschäftlichen Treiben tagsüber, bekommt man bei Nacht eine ganz andere Seite Vallettas zu sehen.

Kosten: gratis

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Splash n’Fun Amusement Park

Es wird bestimmt bessere Wasserparks geben, aber für einen Nachmittag war der Besuch im Splash n’Fun Amusement Park schon ganz lustig. Mehr Infos zum Park findet Ihr unter http://www.splashandfunmalta.com/

Kosten: 16 Euro

Gozo & Comino

Mit einem Schiff ging es vom Hafen in Sliema nach Gozo, wo wir dann in einem Kleinbus zum berühmten Wahrzeichen Gozos dem Azure Window (Blaues Fenster) gebracht wurden. Anschließend fuhren wir nach Victoria, wo wir die Citadella besuchten, von der man übrigens einen fantastischen Blick auf die Insel hat. Von Hafen in Mgarr ging es dann per Schiff zur Insel Comino, wo wir in der berühmten Blue Lagoon (Blaue Lagune) baden konnten, bevor es wieder retour nach Sliema ging.

Kosten: 39 Euro

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Ta‘ Qali Crafts Village – Mdina – Dingli Cliffs

Zuerst ging es in das Kunsthandwerkerdorf Ta‘ Qali. In ehemaligen britischen Flugzeughangars werden verschiedenste Kunsthandwerke aus Glas, Silber, Ton etc hergestellt und verkauft. Unser nächstes Ziel war Mdina, die ehemalige Hauptstadt Maltas. In der Stadt gibt es kaum Restaurants bzw Geschäfte. Abends, wenn der Großteil der Touristen aus der Stadt verschwunden ist, weiß man warum Mdina auch die stille Stadt genannt wird. Abschließend fuhren wir noch zu den Dingli Cliffs, welche einen wunderschönen Ausblick auf das Meer bieten.

Kosten: 16 Euro

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Einige der Ausflüge mussten auf Grund zu weniger Teilnehmer abgesagt werden. Aber Malta kann man auch ganz gut auf eigene Faust erkunden. Das zentrale Verkehrsmittel in Malta ist der Bus. Nachdem Malta nicht sehr groß ist, erreicht man in der Regel recht schnell sein Ziel. Jedoch kann es immer wieder vorkommen, dass man mal länger auf den Bus warten muss, da wenn er mal voll ist nicht an der Haltestelle stehen bleibt.

Popeye’s Village

Popeye’s Village, das ursprünglich als Filmkulisse diente, wird heute als Freizeitpark genutzt. Die Häuser können besucht werden und teilweise sind noch Requisiten des Films ausgestellt. Der Park ist vor allem für Kinder ausgerichtet. Aber auch für Erwachsene ist der Park auf jeden Fall einen Besuch wert.

Kosten: 14,50 Euro

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Valletta – Fort St. Elmo – St. John’s Cathedral

Die Hauptstadt Valletta sollte man unbedingt auch bei Tags zumindest einmal besuchen. Vorallem ein Besuch der St. John’s Cathedral darf dabei nicht fehlen. Besonders sehenswert sind dabei zwei vom berühmten Maler Caravaggio ausgestellten Bilder ‚Die Enthauptung Johannes des Täufers‘ und ‚Saint Jerome Writing‘. Ebenfalls beeindruckend ist auch das Fort St. Elmo.

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Strände auf Malta

Der nächstgelegene Strand befindet sich in Spinola Bay, etwa in 15 Gehminuten von der Gateway School of English entfernt. Dabei handelt es sich jedoch nur um ein schmalen Streifen Felsstrand, der aber absolut ausreichend ist um für ein oder zwei Stunden mal ins Wasser zu hüpfen. Die St. Julians Bay bietet immer wieder schmale Strandabschnitte, die zum Baden geeignet sind. Dazu geht man einfach die Promenade entlang. Nach etwa 20 minütiger Gehzeit erreicht man den Strand von Sliema, ebenfalls ein Felsstrand, jedoch aus Sandstein. Ein sehr beliebter Sandstrand ist der St. George’s Bay, welcher sich im Paceville befindet. Ebenfalls einen Sandstrand gibt es in der Mellieha Bay, der sich im Norden von Malta befindet und per Bus in etwa (je nach Verkehrslage) einer Stunde zu erreichen ist. Auch die bereits oben erwähnten Strände Pretty Bay und Blue Lagoon zählen zu beliebten Badedestinationen. Es gibt natürlich noch unzählige weitere kleine Buchten oder Strände, die man auf Malta noch erkunden kann.

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Sprachschule Residenz

Wie bereits oben erwähnt, habe ich mich für meinen Aufenthalt für eine Unterbringung in der Residenz entschieden, die sich gleich direkt neben dem Schulgebäude der Gateway School of English befindet. Dabei gibt es die Möglichkeit gegen Aufpreis ein Einzelzimmer zu nehmen. Das Badezimmer wird mit den anderen Studenten geteilt. Frühstück und Mittagessen sind im Preis inkludiert.

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